Herkunft

Irgendwann stellt sich jeder die Frage:

 Wo komme ich eigentlich her?

Aufbauend auf den Unterlagen meines Vaters habe ich dann den ersten Stammbaum der väterlichen Linie aufgezeichnet. Die vorhandenen Unterlagen listen immer nur die jeweiligen Besitzer des Hofes Nr. 49 in Deutschhause auf, Angaben zu den Kindern, Lebensdaten und so weiter fehlen. Da durch den Krieg die Kirchenbücher aus der Heimat meines Vaters verschwunden sind, gibt es leider keine Möglichkeit die Geburts- und Sterbedaten der Vorahnen zu ermitteln. Leider sind auch die Mormonen nur bis in die Nähe der Kreisstadt Sternberg gekommen, die paar Kilometer bis nach Deutschhause schafften sie nicht mehr. So kann auch aus dieser Quelle nicht geschöpft werden.

Eine weitere Quelle gibt es auch in der Genealogischen Datei in Dresden. Da man dort aber ebenfalls selbst suchen muß, und ich bisher noch nicht die Zeit für einen Urlaub in Dresden hatte, konnte diese Quelle noch nicht genutzt werden.

So hat der väterlichen Stammbaumes eher die Form eines sehr hohen Baumes mit einer winzigen Krone. Der Grund liegt in der großen Anzahl der Hofbesitzer seit 1611 und der fehlenden Informationen über die Seitenäste der Familie. Aber immerhin, nicht jeder kann seine Herkunft über fast 400 Jahre zurückverfolgen.

Im Jahre 1611 kam (woher ist leider unbekannt) der erste Klos auf den Hof der Eheleute Finger. Diese hatten keinen männlichen Nachkommen, sodaß nach der Hochzeit mit der Tochter Clara der Hof auf den Namen Klos überging. Dies blieb er dann, bis die Tschechen die Sudetendeutschen nach dem zweiten Weltkrieg aus den angestammten Gebieten vertrieben.

hof1

Eine kurze Anmerkung zu den Mormonen:
Die Angehörigen dieser Kirche legen großen Wert auf den Nachweis ihrer Herkunft. Da viele der Gläubigen aus den Ländern des östlichen Europas stammen gab es bis in die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg mehrere Aktionen, bei denen die Kirchenbücher auf Mikrofilm abfotografiert und in Amerika archiviert wurden.
Bei größeren Mormonen-Gemeinde in Deutschland kann dieses Archiv angezapft werden. Die Leute dort sind, so zumindest meine Erfahrung, sehr hilfsbereit und zeigen auch keinerlei Missionarsverhalten. Die Übersichten zu den vorhandenen Unterlagen liegen auf Computern vor. Die Unterlagen selbst können dort an Mikrofilm-Lesegeräten eingesehen werden.
Falls die gewünschten Daten archiviert aber nicht vorrätig sind werden sie in kurzer Zeit aus Amerika beschafft. Einen festen Preis für die Auskünfte gibt es nicht, man darf sich aber mit einer kleinen Spende erkenntlich zeigen, wenn man will. Vielleicht finden Sie dort ja die bisher vergeblich gesuchten Unterlagen.

Auf der zweiten Seite ist der Stammbaum mütterlicherseits abgebildet. Da hier die Vorfahren in Westdeutschland lebten, gibt es mehr Information über die Herkunft und die Lebensdaten der Beteiligten. Man könnte da sicher noch tiefer forschen, aber dazu fehlte bisher auch die Zeit. Da der Stammbaum als Geschenk zum 90. Geburtstag entstand, wurde aus zeitlichen Gründen nur auf vorhandene Urkunden zurückgegriffen. Viel wichtiger als die Vergangenheit  war ja auch die Gegenwart:

Rechtzeitig zum Geburtstag wurden noch die ersten Ururenkel geboren. So summierte sich die Nachkommenschaft meiner Oma zu diesem Zeitpunkt  auf:

         8 Kinder,  21 Enkel,  40 Urenkel und  2 Ururenkel.

Mit dieser Fülle an Nachkommenschaft läßt sich natürlich ein viel größerer Stammbaum zeichnen, der sich auch bis in die letzten Äste mit einer eindrucksvollen Krone präsentiert.

kwoma95
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